Interessante Infos, resultierend aus Erfahrungswerten und Selbsttestergebnissen vorwiegend zu den Themen: Schönheit -Gesundheit - Vitalität

Camping Urlaub an der Côte d`Azur

Camping Urlaub an der Côte d`Azur

 

Den Sommerurlaub planen wir nie im Voraus.

Wenn es das Wetter zuhause oder in der näheren Umgebung zulässt, lassen wir die Nachbarn in den Süden pilgern – wir erholen uns zuhause oder unweit davon.
Das funktioniert hervorragend, denn wir sind leidenschaftliche Camper und unser T5 California steht in der Garage jederzeit startbereit. Es dauert höchstens eine halbe Stunde die zusätzlichen Utensilien in unseren gut bestückten Califen für die bevorstehende Reise einzuladen. Jeder von uns ist für seinen Part zuständig und weis ganz genau was mitmuss, ganz egal wo es nun hingehen soll.

Ja wie schon in manch vergangenem Jahr soll nun – zumindest laut Datum – Sommer sein!!! Auf Balkonien herbstet es sehr und auch die Wettervorhersage lässt uns wieder mal im Stich.

Unser Kopf ist aber auf  Sommer – Sonne – Meer programmiert!!!

Mit dem Reisevirus ersteinmal infiziert, reden wir uns das Wetter absichtlich schlechter wie es ist um dann ganz entspannt mit gutem Gewissen den Urlaub anzugehen.

Sobald die Maschinen im Betrieb abgeschalten und das Bleachingvisier am Nagel hängt, greift ein Rad ins andere und alles läuft wie von selbst. Nach einem Tässchen Kaffee mit Blick auf den mit Wolken verhangenen Himmel, gehts am Spätnachmittag voller Vorfreude endlich los! Diese Angewohnheit erspart uns unnötigen Stress im Pilgerverkehr wenn es doch zu Anstauungen kommen sollte. Auf der Autobahn angekommen, schalten wir ganz easy bei unserem Califen auf Autopilot – den Tempomat – mit ein paar wenigen Haltepunkten teilen wir die Fahrt untereinander auf.

“Wo geht es eigentlich hin?”

Mit einem Blick auf unseren Bordcomputer gehen wir auf Nummer sicher, dass er uns wie schon so oft zu unserem Lieblingsort

Parc de Camping de Saint-Aygulf Plage – navigiert.

https://freshboombang.com/campingplaetzeundstrand

Die Gründe für unsere Flucht in diesem Jahr stehen auf dem Thermometer, welches in Saint-Aygulf zwischen 28 und 35 Grad anzeigt. Bei einer leichten Brise, einmal vom Meer her abkühlend und dann wieder vom Landesinneren her wärmend, auf jeden Fall immer wohltuend.

Hier sind wir fast wie zuhause, was den Erholungswert nochmals enorm steigert!!!

Zurück auf der uns schon genauestens bekannte Route machen wir sobald die Grenze nach Italien hinter uns liegt den ersten Halt. Diesen kosten wir voll aus und schlürfen eine herrliche Tasse italienischen Espresso. Wach und voller Erwartung fliegen wir dann förmlich gen Süden, bis wir – Genua schon im Rücken – das Meer erblicken. So jetzt hält uns nichts mehr auf um schnurstracks Richtung Frankreich weiterzureisen. Es sind noch gute zwei Stunden, eventuell nochmals Fahrerwechsel und durchfahren bis – nein – nicht bis zum Campingplatz!?!
Da wir leidenschaftliche Selbstversorger sind liegt für uns der Genuss darin, unterwegs oder im Urlaubsort spezielle Geschäfte oder Marktstände zu finden bei denen vor allem unser Geschmackssinn voll auf seine Kosten kommt. Bevor wir auf dem Campingplatz unsere Zelte aufschlagen, wollen wir uns noch reichlich mit Leckerbissen eindecken. Wir bevorzugen landesübliche, reife, wohlriechende Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Käse, Obst und Gemüse sowie passende Gewürze, aus denen wir einfache aber sensationellen Gerichte kreieren.

Keine Frage – das feinste Olivenöl aus der Region, sowie der vollmundige Wein mit seinem unverkennbaren südlichen Flair stehen ganz oben auf unserer Einkaufsliste.

Wir gehen nach der von uns schon erprobten Reihenfolge vor, zu aller erst gehts zum Obst- und Gemüsehändler bei dem wir auch den Wein bekommen, danach zum Metzger, auch er hat genialen Wein und – GANZ WICHTIG-  zu guter letzt zum Bäcker.
Das traditionelle Baguette, bekommen wir immer ganz frisch und mit einem freundlichen Augenzwinkern von unserem Lieblingsbäcker. Er weiß ganz genau, dass die Geiers das Baguette bitte schön kross haben wollen und reicht uns die dunkleren Stangen, ohne dass wir es gestisch nochmals erklären müssen.

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So den Einkauf erledigt geht’s jetzt endgültig auf zum Campingplatz, die Formalitäten an der Rezeption erledigen und einen Platz aussuchen. Mittlerweile ist es heiss, deshalb flott den Wagen platzieren und ausrichten – Sonnensegel ausfahren – Stühle und Tisch darunter aufstellen – die verschwitzen Klamotten mit dem Badezeugs wechseln – die ersten kulinarischen Spezialitäten auf den Tisch – in den Stuhl plumpsen und – ankommen – geniessen – Uuuuurlaub!!!!

französische Spezialitäten, unsere Vorlieben

Wie schon erwähnt sind wir Stammgäste in Saint-Aygulf, in manch einem Jahr treibt es uns zwei- oder sogar dreimal in das schöne Camperdomizil. Langeweile kommt trotzdem nicht auf, denn es gibt einen gewichtigen Unterschied wenn wir im Sommer Urlaub machen, zu den Frühjahrs- und Herbstferien:

im Sommer bleiben die Rennräder zuhause. Das Verkehrsaufkommen ist uns in der Hochsaison viel zu hoch, ausserdem sollte man bei den hohen Temperaturen seine Radtour schon um 6 oder 7 Uhr starten. – nein, da bin ich raus!!                               Jetzt will ich bitte relaxen!

Im Frühjahr und im Herbst jedoch, wenn sich die Temperaturen bei angenehmen 20 – 25 Grad einpendeln, entpuppt sich die Gegend zu unserem Radtourenmecca. Fast täglich packen wir unsere sieben Radfahrsachen und treten schon nach dem Frühstück in die Pedale. Das Gelände ist ein Traum für uns Rennradfreunde, mit seinen anspruchsvollen Küstenstrassen, traumhaften Ausblicken aufs Meer und den sanften Hügeln der Provence – ein ganz besonderer Genuss. Sowohl Profis als auch Fanfahrer – wie ich es bin – kommen jederzeit auf ihre Kosten.
Auch für MTB-Freunde, die Off-Road ihr Touren ziehen wollen ist es ein Paradis. Jedes Jahr im Oktober findet ein geniales, absolut sehenswertes MTB Event statt

– das Roc d`Azur –

Wir haben es nicht so mit dem Off-Road fahren, doch es ist überwältigend was bei diesem Event  den Teilnehmern alles abverlangt wird bis sie völlig verschmutzt und  ausgepumpt ins Ziel keuchen. 

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Nach den herrlichen Eindrücken unserer Radtouren, heisst es raus aus dem verschwitzten Radzeugs und in die Bademontur geschlüpft. Nun schnell die Handtücher unter den Arm und rein ins erfrischende Vergnügen.
Das Meer nutzen wir auch im Sommer für eine wohltuende Abkühlung, denn tagsüber tummeln wir uns vorwiegend am Meeresstrand oder am Pool um die ersehnten Sonnenstrahlen auf der Haut zu fühlen. Am 5 km langen Sandstrand der sich via eint Aygulf nach Fréjus  erstreckt gibt es für Familien mit Kindern, Omi und Opi, junge Leute und Junggebliebene (wie wir) jede Menge Animationen – da ist für jeden etwas dabei.

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Gegen Spätnachmittag begeben wir uns in der Sonnenanbeter-Karawane wieder zurück auf den Campingplatz zu einer guten Tasse Kaffee, dazu eine
Eiscreme oder ein französisches Süssgebäck  – gut für die Hüfte und voller Glückshormone !!!

 

Danach noch ein kurzes Nickerchen, bevor ich mir dann schon gedanklich die passenden Zutaten fürs Abendmahl zusammenstelle. Bewaffnet mit dem ersten Gläschen Wein gebe ich die Instruktionen der heutigen Haute Cuisine an meinen Mann weiter.

Die Abläufe und Arbeitseinteilung geklärt, schnippeln wir Fleisch und Gemüse mundgerecht, geben alles auf den Grill oder in der Pfanne und veredeln es mit den feinsten Gewürzen. RESULTAT– gegenseitige Lobsprüche, jeder würdigt die Arbeit des anderen. Beide sind wir jedes Mal fasziniert was für ein fantastisches Gericht wir wieder einmal zusammen gezaubert haben und – wie könnte es anders sein – es mundet immer exzellent!!!

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Nicht alle Menschen teilen unsere Begeisterung am Campen und an der Campingküche, für einen Bekannten bedeutet das Campen:

„Haushalt auf umständliche Art und Weise weitergeführt”

Dem können wir so nicht zustimmen, uns macht es wirklich riesig Spass zusammen so herrliche Speisen zu kreieren.
Eventuell meinte er den Abwasch danach!!!!!!!!!!!!!!

Unsere Arbeitsteilung besagt, der Mann macht den Abwasch. Wenn er mit dem sauberen Geschirrstapel zurückkommt berichtet er immer wieder erstaunt, wie viele Männer das Abwaschen perfekt beherrschen. Nah ja, wenn das nicht der Fall wäre würden wir Frauen diese Arbeit doch selber übernehmen, oder????

Seit neuestem lassen wir uns auch mal – dem Blog sei Dank – in Restaurants verwöhnen um all denjenigen, die sich der Campingküche inklusive Abwasch nicht anschliessen, auch Infos geben zu können.

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Abends nach dem Essen sitzt es sich für uns sehr gut im Campingstuhl, da wir die ca 5km – hin und zurück – zu unserem Lieblingsplatz am Sandstrand zu Fuß entlang waten und wir auch sonst nicht gerade Fussfaul sind. Deswegen fehlt oft die Energie uns von dort zu erheben und uns frisch für den Ausgang zu machen. Gerne bleiben wir einfach vor unserem Califen sitzen, spielen Karten und trinken einem Gläschen Wein – oder zwei. Erstaunlich was wir uns in dieser Ruhe noch alles zu erzählen haben.

Falls die Motivation abends doch noch vorhanden ist den Vorhof unserer mobilen Ferienunterkunft zu verlassen – dann machen wir einen Spaziergang an der Strandpromenade. Die Atmosphäre ist super und die mediterrane  Musik aus den vielen Restaurants und Bars lädt zum Verweilen ein. Auch auf unserem Campingplatz gibt es täglich wechselnde Livemusik, somit amüsieren wir uns zuweilen dort noch für ein bis zwei Stündchen – denn von dort ist der Heimweg überschaubar.

Wenn die Sonne einmal nicht scheint oder wir einfach mal die Lust verspüren neben dem Radfahren in unseren Ferien anders aktiv zu werden, gehen wir shoppen und machen Ausflüge in der Region. Für einen Besuch auf einem interessanten Event im Umkreis sind wir immer zu haben. Wer wissen möchte welche kulturellen und musikalischen Events in der Gegend um Frejus auf einen warten, der schaut am besten hier www.frejus.fr  vorbei und lässt sich den Kalender per Email zukommen.

Am allerliebsten schlendern wir durch den Markt von Saint-Aygulf, der jeden Dienstag und Freitag seine Pforten öffnet. Er eignet sich super für einen spontanen Besuch, da man nach einem 10 minütigen Fussmarsch mitten im Markttreiben steht. Für diesen eher kleinen Ort ist dieser Markt extrem gross, hier gibt es wirklich alles was das (Touristen)Herz begehrt:
Schmuck-Hütte-Mode-Schuhe-Tattos-Haushaltswaren-Souveniers-Gewürze-Obst und Gemüse-frischer Fisch- Hähnchen auch schon verzehrfertig, die schmecken genial – jede Menge Oliven und natürlich Olivenöl und und und…..
Empfehlenswert sind auch die Wochenmärkte in den umliegenden Orten Fréjus, Saint Maxim und Saint Raphael auch diese sind gut und schnell, mit Rad oder Auto, zu erreichen.

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Auf unserer Shoppingtour fest eingeplant ist ein Besuch im Herrenmodegeschäft „Carnet de Vol“ in Fréjus. Ich liebe dieses Geschäft, denn mein Mann kommt freiwillig mit und lässt sich immer – ja wirklich immer – für die jeweilige Saison einkleiden. Die Mode ist sehr lässig, lässt sich bei uns zu Hause gut tragen und kommt vor allem bei der Damenwelt gut an!!!! Das geniesst mein Mann in der Zwischenzeit.
Die Geschäftsführerin ist aussergewöhnlich kompetent, sie besitzt die Fähigkeit die Männer dazu zu bringen mal was zu tragen, was sie zu Hause bestimmt ablehnen würden. Immer wieder treffen wir Urlauber in diesem Geschäft die uns dies bestätigen.

5 Türen weiter befindet sich das Baby- und Kindermodengeschäft Okai, auch wenn ich noch keinen Bedarf habe komme ich an diesem Geschäft einfach nicht vorbei. Mich fasziniert es wie der südliche Style auch in der Kindermode durchkommt.

Meine persönlichen Kleiderwünsche stille ich meist im nahegelegenen Cannes, dort finden sich 2-3 Boutiquen, in denen ich immer mal auf etwas Ausgefallenes stosse, das durchstöbern lohnt sich.

 

https://freshboombang.com/boutiquen-fuer-mode-und-extravagantes

Genial sind auch Ausflüge in die weltbekannten Städte wie Saint Tropez (30km), Cannes (40km) und Nizza (50km), die nur einen Katzensprung vom Campingplatz entfernt sind. Die Altstädte mit ihren einzigartigen Architekturen und deren Häfen mit den unzählig Luxusyachten – unfassbar beindruckend.
Für uns selbst gehört bei unseren Exkursionen der Weg schon zum Ziel, denn die Region ist reich an Natur und spektakulären Landschaften. Eine Fahrt Richtung Nizza über das L`Esterell Gebirge mit seinem wunderschönen roten Gestein beeindruckt gleichermassen wie eine Fahrt an der Küste entlang nach St Tropez mit seinen, von der Strasse aus sichtbaren, wunderschönen Buchten.
Absolut empfehlenswert sind auch Touren ins Landesinnere – in die Provence – die malerisch gelegenen Orte durch die hügelige Landschaft gesät mit Pinienwäldern und Weinfeldern sind eine Augenweide.
In der Region gibts weiter den Grand Canyon du Verdon, die violettefrabenen Lavendelfelder, die in den Felsen gebaute Kappelle Sainte-Marie-Gorges du Verdon bei Moustiers und unzähligeWeingute zu besuchen und bestaunen.
Ein absolutes Muss ist es eine der Parfümerien in Grass zu besuchen, liebe Frauen lasst euch das nicht entgehen, ich weiss nicht wie oft ich dort schon war, auf jeden Fall schon in allen und immer wieder aufs Neue!!!!!

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Auf den allurlaublichen Spazierfahrten bleibt der Autopilot natürlich aus, aufmerksam geniessen wir die tollen Strecken. Zu unserer neusten Entdeckung – ein Flugplatz mitten in der Pampa – leitet uns ein unscheinbares Hinweisschild. Nur 6km vom Campingplatz entfernt starten dort kleine Zweisitzer Flugzeuge zu Werbeflügen oder Touristenrundflügen überm Meer. Da bin ich nicht dabei! Mein Mann aber – ganz Kind – sitzt wenig später in der Maschine für einen Rundflug. Ganz geflasht berichtet er mir danach von seinen Eindrücken, so etwas macht man nicht alle Tage.

Auf der Heimfahrt, es ist schon etwas spät am Nachmittag, fällt uns nochmalsein Wegweiser auf. Der schmale Pfad führt 150 Meter weiter zu einem Einstiegspunkt an dem Fluss L`Argens für Kayak, Pedalo und Paddle. Von der Neugier gepackt wechseln wir noch ein paar Worte mit dem Geschäftsführer, bevor der seinen Feierabend antritt. Laut seinen Informationen vermietet er die Ausrüstung für Ausfahrten auf dem Fluss oder dem 4,5km entfernten Meer – echt super – Natur pur – wir sind ganz fasziniert und tauchen hier im nächsten Jahr ganz bestimmt wieder auf.

 

Wie jedes Mal wenn sich der Urlaub langsam dem Ende nähert, stellen wir uns die Frage ob wir 2-3 Tage früher losfahren und dabei noch ein paar Abstecher in unsere Heimfahrt einbauen sollen. Doch sehr schnell sind wir einstimmig der Meinung – nein – wir kosten diese erholsame Stimmung bis zur letzten Minute aus.
Einzig und alleine der Gedanke, dass wir es selbst in der Hand haben wie bald wir wieder hier sein können lässt uns schweren Herzens unsere Zelte abbrechen und erholt, ausgeruht und glücklich die Heimfahrt in Angriff nehmen.
Auf der Heimfahrt planen wir noch einmal einen Besuch in unserem Lieblingsgeschäft für Obst, Gemüse und den liebgewonnen mediterranen Rose Wein ein, um uns auch für die ersten Tage Zuhause nochmals einzudecken. So bringen wir noch etwas südlichen Flair mit in die Heimat. Mit Gewürze und Olivenöl haben wir uns schon bei unseren regelmässigen Marktbesuchen eingedeckt.

Ganz wichtig:  nicht zu viel mitzunehmen denn wenn das Mitgenommene nacheinander ausgeht, kommt automatisch das Bedürfnis doch die nächst mögliche Gelegenheit wieder zu nützen und gen Süden zu pilgern!!!



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