Interessante Infos, resultierend aus Erfahrungswerten und Selbsttestergebnissen vorwiegend zu den Themen: Schönheit -Gesundheit - Vitalität

Faschingskrapfen oder Berliner Pfannkuchen einmal ganz gesund

Faschingskrapfen oder Berliner Pfannkuchen einmal ganz gesund

Ob in der närrischen Zeit oder danach, meine Freunde warten schon auf die Kaffeeklatsch-Einladung mit frischen, gesunden, selbst gemachten Faschingskrapfen.

Seit nahezu 20 Jahren bin ich weg aus meinem Heimatort Kisslegg im Allgäu, mit unter eine Hochburg der schwäbisch alemannischen Fasnacht. Jedes Jahr aufs neue kreiere ich zusammen mit den Frauen der Feuerwehrmänner von Kisslegg, Kostüme zum Kinderumzug, für gross und klein. Auch bin ich an jedem Sketch, Tanz oder Bütenrede des jährlichen Fasnachsball beteiligt.

Bringt jemand dann zum Nähen, Gestalten, Lernen oder Tanzen auch noch  „handmade“ Faschingskrapfen mit, sage ich gerne ja den ich liebe Krapfen. Doch es ist schon vorprogrammiert,  ich muss es 1-2 Tage büssen, selbst wenn ich nur einen Krapfen auswärts esse. Zum einen vertrage ich die Frittierfette nicht. Mir stossen diese Fett oft 2 Tage lang furchtbar auf und ich fühle mich matt und aufgedunsen. Auch Weizenmehl ist für mich Gift und ebenfalls der Zucker und die Milch, gleich nach dem Konsumieren leide ich an Blähungen, Völlegefühl, Müdigkeit und Energielosigkeit und oft auch noch Hautausschlag.

So backe ich seit Jahren meine Faschingskrapfen, mit Materialien die ich vertrage, selber mit der Erkenntnis – ich vertrage sie bestens und meinen jeweiligen Kaffeegästen munden meine „gesunden“ Krapfen außerordentlich gut.

Es geht bei mir kein Gast aus der Wohnung ohne nochmals betont zu haben wie fantastisch meine Fasnachtskrapfen doch sind. Auch Jahre später wird sogar meinem Kindern erzählt was für leckere Krapfen ihre Mutter doch backen kann!

Dinkel Krapfen in Kokosöl frittiert

Wollt ihr eure Gäste auch verwöhnen und euch selber was Gutes tun dann los, nachmachen:

Ich rechne mit 2,5 Std. Zeitaufwand und was benötige ich für etwa 8 Personen:

  • Einen halbhohen Suppentopf idealerweise 28cm Durchmesser Fassungsvermögen mindestens 3 Liter, oder, wer hat eine Friteuse, der Deckel sollte abnehmbar sein.
  • Einen Spritzbeutel mit langem, spitzen Aufsatz zum einbringen der Füllung in die Krapfen.
  • Ein Nudelholz zum Auswellen, ein Glas zum Ausstechen und ein Schaumlöffel.
  • 2 Liter Kokosöl zum Fritieren (gut gefiltern kann man das verwendete Kokosöl wieder verwenden).

Zutaten für den Teig:

Zutaten für Faschingskrapfen

1    kg      helles Dinkelmehl
1/2 Liter  Hafer oder Mandelmilch ungesüsst
1 Würfel  Hefe
1 Prise     Salz
80 g.       Butter
2 Essl      Kokosblütenzucker
1 Ei oder 2 Eigelb
etwas Mehl zum Auswellen,

Puderzucker zum bestreuen, am besten selbstgemahlen aus Kokosblütenzucker oder Rohrohrzucker.

Für die Füllung:

gesamte Füllungsmenge sollten etwa 600 g ergeben, je nach Belieben nur eine Füllung oder verschiedene wie ich!

ich bevorzuge Frucht Aufstriche, püriert, am liebsten Himbeere und Aprikose. (Diese Aufstriche haben einen sehr hohen Fruchtanteil und keinen Zucker, gesüsst werden sie mit Fruchtsäften oder Dicksäften).

wer selbstgemachte Vanillecreme liebt:

0,3 Liter Hafer oder Mandelmilch
0,2 Liter Sahne oder Hafer Cusine
4 Esslöffel Kokosblütenzucker
1 Vanilleschote
1 Päckchen Vanillepuding
diese Menge reicht wenn keine andere Füllung dazukommt, sonst die Menge reduzieren.

Sonderseite: Kokosöl, Kokosblütenzucker, Hafermilch und Dinkelmehl

Nun zur Arbeit:

  • Zuerst die Milch erwärmen und den Butter darin schmelzen lassen,  Salz, schon einen Löffel vom Zucker dazugeben und auch die Hefe rein brösseln, mit einem Löffel verrühren und ungefähr 10 Minuten stehen lassen (die Hefe quillt etwas auf).
  • Das Dinkelmehl in eine Teigschüssel geben und in der Mitte eine Mulde eindrücken, in diese den Zucker und das Ei so wie die Hefemasse reingeben und mindestens 8 Minuten zusammenkneten, scheint der Teig zu trocken noch Milch dazugeben, er muss sich nach einigen Minuten von der Schüssel lösen sodass man ihn die letzten Minuten noch auf dem Tisch ohne Mehlzugabe fertig kneten kann.
  • Den Teig jetzt in die etwas bemehlte Schüssel zurücklegen, mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 1 Std. gehen lassen. Der Teig lässt sich natürlich auch in einer Küchenmaschine herstellen.
ausstechen der Krapfen

In der Zwischenzeit die Vanillecreme herstellen:

  • Milch und Zutaten in einen Topf geben, mit einem Schneebesen verquirlen und zum Kochen bringen, wenns kocht die Sahne zugeben, nochmals unter rühren ganz kurz aufkochen lassen dann die Masse in eine Schüssel fühlen und in einem kalten Wasserbad unter öfterem Umrühren auskühlen lassen.

Nach etwa einer Stunde das Öl in den Topf fühlen und erhitzen, in der Friteuse 160 Grad, im Topf messen oder vor Beginn eine Probe herstellen.

Sobald der Topf eingeschaltet ist den Arbeitsbereich zum Auswellen mit etwas Mehl bestreuen und den Teig so 1,5 Zentimeter dick auswellen, mit einem Glas (etwa 8-10 cm  Durchmesser), möglichst eng aneinander Krapfen ausstechen,  auf ein Brett oder Tuch legen und mit einem Tuch abdecken.

frittieren der Krapfen

Die ausgestochenen Krapfen dürfen ruhig nochmals 10-15 Minuten gehen. Ich steche immer alle auf einmal aus dann kann ich mich nachher aus backen und füllen konzentrieren. Die Teigreste nochmals verkneten, auswellen und weitere Krapfen ausstechen.  Diese sind jetzt etwas trockener und fester, dienen aber bestens für Proben bezüglich der Hitze des Öles.

Ist das Öl heiss gebe ich eine Probe hinein, fällt der Krapfen ganz runter und kommt gleich wieder an die Oberfläche umringt von vielen Bläschen ist das Öl schon heiss genug, jetzt sollten die Krapfen 2 Min. auf der ersten Seite verbleiben und werden dann mit einer Gabel umgeschupst, ist die Unterseite zu braun ist das Öl zu heiss, Hitze muss reduziert werden (nicht die Backzeit reduzieren), damit nur eine leichte Bräune entsteht. So braucht man 2-3 Proben um die Temperatur zu regulieren. Wenn alles passt immer 4-5 Krapfen auf einmal backen, nach 2 Minuten mit der Gabel umdrehen und nach weiteren 2 Minuten mit einem Schaumlöffel rausnehmen und auf ein Gitter mit Küchenpapier ablegen.

Während die nächsten Krapfen backen die Füllung in die fertigen Krapfen drücken, dazu immer am Mittelrand einstechen und etwa 2 Sekunden Material eindrücken. Krapfen wieder zurück auf das Gitter mit Küchenpapier legen und noch abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestreue ich die Krapfen erst wenn ich sie auf einem Teller zum Verzehren anrichte.

Nach beendeter Arbeit lasse ich das Öl leicht abgedeckt zum Auskühlen stehen und bevor es endgültig erkaltet ist, kommt es durch ein Sieb ( ausgelegt mich Küchenpapier), wieder zurück ins Glas. So ist die Verschmutzung aus dem Öl raus und ich kann es beim nächsten) Frittieren wieder verwenden.

Meine heutigen Gäste sind total begeistert von den selbst gemachten Faschingskrapfen und bestätigen alle: sie haben nicht erwartet das „gesunde“ Krapfen so, so lecker sein können. Ich selber bin sehr zufrieden mit mir und meinen Faschingskrapfen von denen wirklich keine mehr übrig sind.

Es hat sich wieder einmal gezeigt das man alte Gerichte und Rezepte mit gesunden Materialien herstellen kann und wirklich alle Familie und Gäste sind fasziniert wie gut es doch mundet.



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